Rhode Island Roadtrip mit dem Wohnmobil: 3 Wochen

Wohnmobil an einer Küste mit Leuchtturm, Segelbooten und Stadtblick bei Sonnenuntergang

Der Beitrag beschreibt eine dreiwöchige Wohnmobil-Rundreise durch Rhode Island von Providence über Küstenorte, Strände und Naturgebiete zurück nach Providence. Im Mittelpunkt stehen kurze Fahrstrecken, Camping, Stadtbesuche, historische Orte und landschaftlich geprägte Etappen.

Die Route führt unter anderem durch Blackstone Valley, Newport, Jamestown, Narragansett, Block Island, South County und Westerly. Ergänzt wird sie durch praktische Hinweise zu Campgrounds, Reisezeit, Parken, Fährverbindungen und Besonderheiten für Wohnmobile.

Estimated reading time: 21 Minuten

Dieser dreiwöchige Rhode Island Roadtrip mit dem Wohnmobil zeigt, wie überraschend vielseitig der kleinste Bundesstaat der USA sein kann. Die Rundreise beginnt in Providence und führt zunächst durch die Industriegeschichte des Blackstone Valley. Danach folgen die Hafenorte an der Narragansett Bay, Bristol, Newport und Jamestown. Im Süden warten lange Strände, Leuchttürme, Fischerdörfer, Naturschutzgebiete und ein Tagesausflug nach Block Island. Kurze Fahrstrecken lassen viel Zeit für Spaziergänge, Fahrradtouren, regionale Küche und entspannte Tage am Atlantik. Gerade deshalb eignet sich Rhode Island hervorragend für einen langsamen und genussvollen Wohnmobil-Roadtrip.

Reiseübersicht für den Rhode Island Roadtrip

ReisetitelRhode Island Roadtrip mit dem Wohnmobil
Start und EndeProvidence, Rhode Island
Reisedauer21 Tage
ReiseartWohnmobil
ReisestilEntspannter Roadtrip mit Küste, Geschichte, Natur und kleinen Hafenorten
Ungefähre StreckeEtwa 550 bis 700 Kilometer, abhängig von Tagesausflügen und Nebenstrecken
Empfohlene ReisezeitEnde Mai bis Anfang Oktober
Wichtige RegionenProvidence, Blackstone Valley, Bristol, Newport, Jamestown, Narragansett, South County und Westerly

Routenvorschau mit Google Maps

Der Rhode Island Roadtrip beginnt in Providence. Von dort führt die Route nach Pawtucket und durch das Blackstone Valley bis nach Chepachet. Anschließend geht es über Warren und Bristol auf Aquidneck Island. Nach mehreren Tagen in Newport folgt ein Ausflug nach Jamestown und zum Beavertail State Park. Der zweite Teil der Reise verläuft über Narragansett und Point Judith nach South County. Dort liegen einige der schönsten Strände und Naturschutzgebiete Rhode Islands. Über Westerly, Arcadia und Warwick führt die Rundreise schließlich zurück nach Providence.

Geplanter Routenverlauf:
Providence – Pawtucket – Lincoln – Chepachet – Warren – Bristol – Portsmouth – Newport – Jamestown – Narragansett – Point Judith – Block Island – South Kingstown – Charlestown – Westerly – Arcadia – Warwick – Providence

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Rhode Island ist klein, dennoch sollte die Fahrzeit nicht unterschätzt werden. In Providence, Newport und entlang der Küste können dichter Verkehr, enge Straßen und begrenzte Parkmöglichkeiten die Fahrt verlangsamen. Das Wohnmobil bleibt deshalb an vielen Tagen besser auf dem Campingplatz. Stadtzentren und beliebte Sehenswürdigkeiten lassen sich häufig angenehmer mit dem Fahrrad, öffentlichen Verkehrsmitteln oder einem Mietwagen erreichen.

Tagesetappen des dreiwöchigen Rhode Island Roadtrips

Tag 1: Ankunft in Providence

Nach der Übernahme des Wohnmobils beginnt die Reise ruhig. Lebensmittel, Trinkwasser und Campingzubehör lassen sich im Großraum Providence problemlos besorgen. Für die erste Übernachtung empfiehlt sich ein Campingplatz außerhalb des Stadtzentrums. So bleibt ausreichend Zeit, das Fahrzeug kennenzulernen und die nächsten Tage vorzubereiten.

Tag 2: Providence und College Hill

Der erste vollständige Reisetag gehört der Hauptstadt Rhode Islands. Ein guter Ausgangspunkt ist das historische Viertel College Hill. Dort liegen die Brown University, die Providence Athenaeum Library und zahlreiche historische Häuser. Kunstinteressierte besuchen das RISD Museum. Anschließend führt ein Spaziergang hinunter zum Providence River und in das Zentrum.

Tag 3: Federal Hill und Roger Williams Park

Heute zeigt Providence seine kulinarische und grüne Seite. Das Viertel Federal Hill ist für italienische Restaurants, Bäckereien und kleine Geschäfte bekannt. Danach lohnt sich ein Besuch im Roger Williams Park Zoo oder im Museum of Natural History and Planetarium. Findet während des Aufenthalts eine Veranstaltung von WaterFire Providence statt, sollte der Abend dafür freigehalten werden.

Tag 4: Providence – Pawtucket und Old Slater Mill

Die erste kurze Fahretappe führt nach Pawtucket. Das wichtigste Ziel ist die historische Old Slater Mill. Die Anlage gehört zum Blackstone River Valley National Historical Park und erzählt vom Beginn der industriellen Textilproduktion in den Vereinigten Staaten. Die Uferwege am Blackstone River ergänzen den geschichtlichen Besuch.

Tag 5: Lincoln Woods und Blackstone River Bikeway

Von Pawtucket geht es in das grüne Umland. Der Lincoln Woods State Park bietet Spazierwege, Picknickplätze und einen See. Danach eignet sich ein Abschnitt des Blackstone River Bikeway für eine Fahrradtour. Der Weg folgt teilweise alten Verkehrs- und Industrieachsen entlang des Flusses.

Tag 6: Chepachet und Bowdish Reservoir

Die Route führt in den ländlichen Nordwesten Rhode Islands. Chepachet besitzt einen kleinen historischen Ortskern mit alten Häusern und Geschäften. Der Nachmittag gehört dem Bowdish Reservoir und dem George Washington Management Area. Waldwege, Wasser und ruhige Stellplätze bilden einen deutlichen Kontrast zu Providence.

Tag 7: Chepachet – Warren – Bristol

Über Providence und East Providence geht es an die Ostseite der Narragansett Bay. Warren besitzt einen kleinen Hafen und eine kompakte Innenstadt mit Cafés und Restaurants. Danach folgt Bristol, einer der traditionsreichsten Küstenorte Rhode Islands. Ein Spaziergang entlang des Hafens vermittelt sofort das maritime Lebensgefühl der Region.

Tag 8: Bristol und Colt State Park

Der Tag beginnt im weitläufigen Colt State Park. Die Wege führen über Wiesen, entlang der Bucht und zu Picknickplätzen mit Blick auf das Wasser. Danach lohnt sich ein Besuch im Herreshoff Marine Museum. Die Ausstellung erinnert an die bedeutende Boots- und Yachtbaugeschichte Bristols.

Tag 9: Blithewold, Portsmouth und Mount Hope Bridge

Am Vormittag bietet sich ein Besuch im Blithewold Mansion, Gardens and Arboretum an. Anschließend führt die Route über die Mount Hope Bridge nach Portsmouth auf Aquidneck Island. Rund um Portsmouth wechseln sich Farmen, Buchten und historische Straßen ab. Der Melville Ponds Campground ist eine praktische Basis für die kommenden Newport-Tage.

Tag 10: Newport und historischer Hafen

Newport gehört zu den bekanntesten Küstenstädten Neuenglands. Der erste Tag beginnt rund um den Hafen, die Thames Street und den Bowen’s Wharf. Historische Häuser, Segelboote, Restaurants und kleine Geschäfte bestimmen das Stadtbild. Das große Wohnmobil sollte auf dem Campingplatz bleiben, da viele Straßen eng und Parkplätze knapp sind.

Tag 11: Newport Mansions und Cliff Walk

Heute stehen die berühmten Anwesen aus dem Gilded Age im Mittelpunkt. Besonders bekannt sind The Breakers, Marble House und The Elms. Informationen und Eintrittskarten bietet die Preservation Society of Newport County. Danach führt der Newport Cliff Walk entlang der Atlantikküste und hinter mehreren historischen Villen vorbei.

Tag 12: Fort Adams und Ocean Drive

Der Fort Adams State Park bietet Geschichte und weite Ausblicke über den Hafen. Eine Führung durch die Festungsanlage vermittelt einen Eindruck von ihrer früheren militärischen Bedeutung. Danach folgt eine Fahrt über den Ocean Drive. Brenton Point State Park eignet sich für einen Spaziergang und ein Picknick mit Meerblick.

Tag 13: Newport – Jamestown und Beavertail State Park

Über die Claiborne Pell Newport Bridge geht es nach Jamestown auf Conanicut Island. Das wichtigste Ziel ist der Beavertail State Park. Der Leuchtturm, die felsige Küste und der Blick auf die Einfahrt zur Narragansett Bay gehören zu den eindrucksvollsten Landschaften der Reise. Auch Fort Wetherill bietet schöne Aussichtspunkte.

Tag 14: Jamestown – Narragansett – Point Judith

Nach der Fahrt über das Festland erreicht die Route Narragansett. Die historischen Towers sind das bekannteste Wahrzeichen des Ortes. Anschließend geht es über Scarborough und Galilee nach Point Judith. Der Fischerhafen, der Leuchtturm und die Aussicht auf den Atlantik sorgen für einen klassischen Neuengland-Tag. Übernachtet wird idealerweise im Fishermen’s Memorial State Campground.

Tag 15: Tagesausflug nach Block Island

Das Wohnmobil bleibt auf dem Campingplatz. Vom Hafen in Point Judith fährt die Block Island Ferry nach New Shoreham. Auf der Insel können Fahrräder oder Mopeds gemietet werden. Besonders sehenswert sind die Mohegan Bluffs, der Southeast Lighthouse, der historische Ortskern und die Strände im Norden der Insel.

Tag 16: South Kingstown, Wakefield und Matunuck

Die kurze Etappe führt nach South Kingstown. Wakefield besitzt kleine Geschäfte, Restaurants und einen historischen Ortskern. Danach lohnt sich ein Ausflug zur Küste bei Matunuck und zur East Matunuck State Beach. Frischer Fisch und Meeresfrüchte gehören in dieser Region unbedingt zum Tagesprogramm.

Tag 17: Ninigret National Wildlife Refuge

Heute stehen Natur und Vogelbeobachtung im Mittelpunkt. Das Ninigret National Wildlife Refuge schützt Küstenlebensräume, Salzwiesen und ehemalige Flächen eines Militärflugplatzes. Mehrere flache Wege eignen sich für entspannte Spaziergänge. Anschließend geht es zum Watchaug Pond und zum Burlingame State Park.

Tag 18: Burlingame und Charlestown Breachway

Der Vormittag gehört dem Watchaug Pond. Je nach Wetter bieten sich Schwimmen, Paddeln oder ein Spaziergang durch den Wald an. Danach führt die Route zum Charlestown Breachway. Dort treffen Salzwasser, Lagune und Atlantik aufeinander. Besonders am späten Nachmittag entsteht eine ruhige Küstenstimmung.

Tag 19: Westerly, Misquamicut und Watch Hill

Im äußersten Südwesten Rhode Islands liegen einige der bekanntesten Strände des Bundesstaates. Die Misquamicut State Beach bietet einen langen Sandstrand und gute Infrastruktur. Danach geht es nach Watch Hill. Der kleine Küstenort besitzt historische Häuser, einen Hafen und einen Leuchtturm.

Tag 20: Westerly – Arcadia Management Area

Die Reise verlässt die Küste und führt in das bewaldete Landesinnere. Die Arcadia Management Area ist das größte zusammenhängende Erholungsgebiet Rhode Islands. Waldstraßen, Flüsse und Wanderwege bieten einen ruhigen Abschluss des Roadtrips. Übernachtet wird in Exeter oder auf einem nahe gelegenen privaten Campingplatz.

Tag 21: Arcadia – Warwick – Providence

Auf dem Rückweg nach Providence lohnt sich ein Zwischenstopp im Goddard Memorial State Park oder im Rocky Point State Park bei Warwick. Beide Parks bieten einen letzten Blick auf die Narragansett Bay. Danach endet die Rundreise in Providence. Dank der kurzen Entfernungen bleibt ausreichend Zeit für die Rückgabe des Wohnmobils oder eine letzte Übernachtung.

Sehenswürdigkeiten und Highlights entlang der Route

Providence – kreative Hauptstadt am Wasser


Skyline von Providence als Startpunkt des Rhode Island Roadtrips

Providence verbindet historische Architektur, Hochschulen, Kunst und eine lebendige Gastronomie. College Hill, Federal Hill und die Flussufer lassen sich gut zu Fuß erkunden. Besonders stimmungsvoll wird die Innenstadt während einer WaterFire-Veranstaltung. Dabei spiegeln sich zahlreiche Feuerstellen im Wasser der innerstädtischen Flüsse.

Old Slater Mill und Blackstone Valley


Historische Old Slater Mill in Pawtucket Rhode Island

Die Old Slater Mill steht für den Beginn der amerikanischen Textilindustrie. Das historische Gelände liegt direkt am Blackstone River. Zusammen mit alten Mühlendörfern, Kanälen und Radwegen vermittelt das Blackstone Valley einen guten Eindruck davon, wie Wasserkräfte die wirtschaftliche Entwicklung Neuenglands beeinflussten.

Bristol und Colt State Park


Küstenlandschaft im Colt State Park bei Bristol Rhode Island

Der Colt State Park liegt unmittelbar an der Narragansett Bay. Weite Wiesen, alte Steinmauern, schattige Wege und Aussichtspunkte machen ihn zu einem idealen Ort für einen ruhigen Tag. Das nahe Bristol ergänzt den Park mit Hafenatmosphäre, historischen Häusern und maritimer Tradition.

Newport Cliff Walk und die historischen Villen


Blick vom Newport Cliff Walk auf die felsige Atlantikküste

Der Cliff Walk verbindet Atlantikküste und Architekturgeschichte. Auf der einen Seite liegen Felsen, Brandung und weite Meeresblicke. Auf der anderen Seite stehen die großen Sommerhäuser wohlhabender Familien des 19. Jahrhunderts. Für den gesamten Weg sind festes Schuhwerk und ausreichend Zeit sinnvoll.

Beavertail Lighthouse auf Jamestown


Beavertail Lighthouse an der felsigen Küste von Jamestown Rhode Island

Beavertail State Park liegt an der Südspitze von Conanicut Island. Rund um den Leuchtturm fällt die Küste felsig zum Atlantik ab. Bei ruhigem Wetter laden die Wege zu Spaziergängen ein. Bei starkem Wind und hoher Brandung sollte ausreichend Abstand zu den Felsen gehalten werden.

Narragansett und die historischen Towers


Historische Towers in Narragansett Rhode Island

Die Towers erinnern an das frühere Narragansett Pier Casino und sind heute das Wahrzeichen des Küstenortes. Rund um das Gebäude führen Wege am Meer entlang. Narragansett eignet sich außerdem als Basis für Point Judith, Galilee, mehrere State Beaches und die Fähre nach Block Island.

Block Island und Southeast Lighthouse


Southeast Lighthouse und Mohegan Bluffs auf Block Island Rhode Island

Block Island fühlt sich deutlich abgelegener an als das Festland. Kleine Straßen, Strände, Leuchttürme und offene Landschaften lassen sich am besten mit dem Fahrrad erkunden. Die steilen Mohegan Bluffs und der Southeast Lighthouse gehören zu den wichtigsten Zielen eines Tagesausflugs.

Misquamicut State Beach und Watch Hill


Sandstrand der Misquamicut State Beach bei Westerly Rhode Island

Misquamicut besitzt einen der längsten und bekanntesten Sandstrände Rhode Islands. In der Hauptsaison ist die Region lebhaft, außerhalb der Ferien dagegen deutlich ruhiger. Das nahe Watch Hill ergänzt den Strandtag mit einem historischen Küstenort, Hafenblicken und schönen Spazierwegen.

Arcadia Management Area


Wald und Gewässer in der Arcadia Management Area Rhode Island

Arcadia zeigt eine andere Seite Rhode Islands. Statt Häfen und Stränden prägen Wälder, Flüsse und stille Wege die Landschaft. Das Gebiet eignet sich für Wanderungen, Naturbeobachtungen und eine ruhige letzte Etappe. Nach Regen können einzelne Waldwege schlammig oder schwer befahrbar sein.

Empfohlene Campgrounds entlang der Route

VorschaubildCampgroundLageArtGeeignet fürLink
Bowdish Reservoir beim George Washington State Campground in Rhode IslandGeorge Washington State CampgroundChepachet im Nordwesten Rhode IslandsState CampgroundBlackstone Valley, Chepachet, Bowdish Reservoir und WanderungenCampground öffnen
Mount Hope Bridge bei Portsmouth nahe dem Melville Ponds CampgroundMelville Ponds CampgroundPortsmouth auf Aquidneck IslandKommunaler CampgroundBristol, Portsmouth, Newport und Aquidneck IslandCampground öffnen
Fährhafen von Point Judith nahe dem Fishermen's Memorial State CampgroundFishermen’s Memorial State CampgroundNarragansett und Point JudithState CampgroundNarragansett, Galilee, Strände und Block-Island-FähreCampground öffnen
Worden Pond beim Worden Pond Family Campground in South KingstownWorden Pond Family CampgroundSouth Kingstown und WakefieldPrivater CampgroundWakefield, Matunuck, East Matunuck und South CountyCampground öffnen
Watchaug Pond am Burlingame State Campground in Charlestown Rhode IslandBurlingame State CampgroundCharlestown am Watchaug PondState CampgroundNinigret, Watchaug Pond, Küstenstrände und NaturausflügeCampground öffnen
Charlestown Breachway State Campground an der Küste von Rhode IslandCharlestown Breachway State CampgroundCharlestown an der AtlantikküsteState CampgroundStrand, Salzwasserangeln, Ninigret und Block Island SoundCampground öffnen
Waldlandschaft der Arcadia Management Area nahe dem Wawaloam CampgroundWawaloam CampgroundExeter und Arcadia Management AreaPrivater CampgroundArcadia, Exeter, Westerly und letzte Übernachtung vor ProvidenceCampground öffnen

Praktische Hinweise für die Wohnmobilreise

Beste Reisezeit

Die angenehmste Zeit für diesen Roadtrip liegt zwischen Ende Mai und Anfang Oktober. Im Juni sind viele Orte bereits geöffnet, während die Hauptsaison noch nicht überall begonnen hat. Juli und August bieten warmes Badewetter, bringen jedoch mehr Verkehr und höhere Campingpreise. September ist häufig ruhiger und eignet sich besonders gut für Wanderungen und Stadtbesuche.

Campingplätze früh reservieren

Rhode Island besitzt nur eine begrenzte Anzahl an Campingplätzen. Besonders Fishermen’s Memorial, Burlingame und die küstennahen privaten Anlagen sind in der Hauptsaison schnell ausgebucht. Reservierungen sollten deshalb möglichst früh erfolgen. Öffnungszeiten, Baustellen, verfügbare Anschlüsse und zulässige Fahrzeuglängen können sich saisonal verändern.

Besondere Regeln an der Küste

Der Charlestown Breachway State Campground ist nur für vollständig autarke Campingfahrzeuge geeignet. Strom-, Wasser- und Abwasseranschlüsse sind dort nicht vorhanden. East Beach ist wegen des sandigen Untergrunds nur für geeignete Fahrzeuge mit Allradantrieb vorgesehen und gehört deshalb nicht zur normalen Wohnmobilroute.

Parken in Providence und Newport

Große Wohnmobile sind in den Stadtzentren unpraktisch. In Providence und Newport sollte das Fahrzeug nach Möglichkeit auf dem Campingplatz bleiben. Park-and-Ride-Angebote, Busse, Fahrräder und Fahrdienste erleichtern die Besichtigung. Auch in Bristol, Narragansett und Watch Hill sind Parkplätze an Sommerwochenenden knapp.

Brücken und Maut

Einige Etappen führen über große Brücken der Narragansett Bay. Vor Reisebeginn sollten aktuelle Mautregelungen und die akzeptierten Zahlungsarten geprüft werden. Bei starkem Wind kann das Fahren mit einem hohen Wohnmobil auf den Brücken unangenehm sein. Eine ruhige Fahrweise und ausreichend Abstand sind besonders wichtig.

Fähre nach Block Island

Für den Tagesausflug nach Block Island bleibt das Wohnmobil in Point Judith oder auf dem Campingplatz. Fußpassagiere sollten frühzeitig am Fährterminal eintreffen. Fahrräder können abhängig von Verbindung und Auslastung mitgenommen oder auf der Insel gemietet werden. Fahrpläne ändern sich je nach Saison und Wetter.

Lebensmittel, Tanken und Entsorgung

Providence, Warwick, Newport, Narragansett, Wakefield und Westerly bieten eine sehr gute Versorgung. Im ländlichen Nordwesten und rund um Arcadia liegen Tankstellen weiter auseinander. Nicht jeder Campingplatz besitzt eine Entsorgungsstation. Wasser- und Abwasserversorgung sollten deshalb bereits bei der Reservierung geprüft werden.

Wetter und Küstensicherheit

Auch im Sommer können Nebel, Wind und schnelle Wetterwechsel auftreten. An felsigen Küsten wie Beavertail und Point Judith besteht bei hoher Brandung besondere Gefahr. Glatte Felsen und überraschend starke Wellen werden häufig unterschätzt. Absperrungen und Warnhinweise sollten unbedingt beachtet werden.

Häufige Fragen zum Rhode Island Roadtrip

Sind drei Wochen für Rhode Island zu lang?

Nein, sofern die Reise bewusst langsam geplant wird. Rhode Island ist zwar klein, bietet aber sehr unterschiedliche Regionen. Mehrere Nächte in Providence, Newport und South County ermöglichen Stadtbesuche, Strandtage, Fahrradtouren und Tagesausflüge ohne Zeitdruck.

Ist die Route für ein großes oder älteres Wohnmobil geeignet?

Die Hauptstrecken sind grundsätzlich gut befahrbar. Schwieriger sind enge Stadtstraßen, kleine Parkplätze und einzelne historische Ortskerne. Große Fahrzeuge sollten möglichst auf Campingplätzen außerhalb der Zentren bleiben. Fahrzeuglänge und Zufahrt müssen vor jeder Buchung geprüft werden.

Benötigt man auf allen Campingplätzen Reservierungen?

Während der Hauptsaison sind Reservierungen dringend zu empfehlen. Küstenplätze können bereits Monate im Voraus belegt sein. Kurzfristige Lücken entstehen gelegentlich durch Stornierungen, darauf sollte die Reiseplanung jedoch nicht aufgebaut werden.

Kann das Wohnmobil mit nach Block Island genommen werden?

Eine Fahrzeugmitnahme ist grundsätzlich nur auf bestimmten Fährverbindungen und mit Reservierung möglich. Für einen Tagesausflug ist sie jedoch nicht sinnvoll. Die Insel lässt sich einfacher zu Fuß, mit dem Fahrrad, einem Mietfahrzeug oder einem Taxi erkunden.

Welche Campgrounds besitzen Anschlüsse?

Die Ausstattung unterscheidet sich stark. Fishermen’s Memorial bietet verschiedene Wohnmobilstellplätze mit Versorgungsmöglichkeiten. Burlingame und George Washington sind deutlich einfacher ausgestattet. Bei privaten Anlagen sind häufiger Strom- und Wasseranschlüsse verfügbar. Die gebuchte Stellplatzkategorie sollte genau kontrolliert werden.

Kann die Reise auch außerhalb des Sommers stattfinden?

Frühling und Herbst sind grundsätzlich möglich. Allerdings öffnen viele Campgrounds, Fähren, Restaurants und Sehenswürdigkeiten nur saisonal oder mit verkürzten Zeiten. Im Herbst können Stürme und starke Winde auftreten. Im Winter ist die beschriebene Route nur eingeschränkt umsetzbar.

Sind Hunde auf der Route erlaubt?

Auf vielen Campingplätzen und in mehreren State Parks sind Hunde unter bestimmten Bedingungen erlaubt. An Stränden, auf Block Island und in Naturschutzgebieten gelten teilweise strengere Regeln. Leinenpflicht, saisonale Verbote und maximale Tierzahlen sollten vor jedem Besuch geprüft werden.

Fazit: Rhode Island ist klein, aber ideal für einen langsamen Küsten-Roadtrip

Dieser Rhode Island Roadtrip mit dem Wohnmobil zeigt, dass eine Reise nicht durch große Entfernungen abwechslungsreich wird. Providence bietet Kunst, Geschichte und eine überraschend vielfältige Gastronomie. Das Blackstone Valley erzählt von der industriellen Vergangenheit Neuenglands. Bristol und Newport verbinden maritime Tradition mit eindrucksvoller Architektur.

Im Süden verändert sich der Charakter der Reise. Narragansett, Point Judith und Galilee sind vom Fischfang und vom Atlantik geprägt. Block Island wirkt wie eine kleine Reise innerhalb der Reise. In Charlestown, Misquamicut und Watch Hill bestimmen Strände, Salzwiesen und Leuchttürme das Bild.

Die kurzen Fahretappen schaffen viel Raum für spontane Stopps und ruhige Tage. Statt täglich viele Kilometer zurückzulegen, bleibt Zeit für Spaziergänge, regionale Küche, Fahrradtouren und Sonnenuntergänge am Wasser. Genau darin liegt der besondere Reiz eines dreiwöchigen Wohnmobil-Roadtrips durch Rhode Island.

Bildquellen

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